
NRW-Aktuell
Landesverkehrsminister Voigtsberger schadet dem Logistikstandort Nordrhein-Westfalen
30.07.10 |Von: Olaf Lehne„Die Entscheidung von Verkehrsminister Voigtsberger, dass Nordrhein-Westfalen nicht am bundesweit geplanten LKW-Feldversuch mit sogenannten „Longlinern“ teilnehmen kann, schadet den Interessen der heimischen Speditionswirtschaft und der Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens als Logistikstandort im Herzen Europas“ stellt der CDU-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Olaf Lehne fest.
Zudem beklagt Lehne das „argumentative Irrlichtern auf Basis falscher Informationen“. Der Feldversuch, der im Bundesverkehrsministerium vorbereitet wird, zielt auf eine einjährige fachliche und wissenschaftliche Begleitung durch den Bund. Eine zunächst auf fünf Jahre beschränkte Ausnahmeregelung in der Straßenverkehrsordnung verschaffe den interessierten Spediteuren Investitionssicherheit bei der Beschaffung entsprechender Fahrzeuge. Der Einsatz von „Monstertrucks“ mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen ist ausgeschlossen. Es bliebe bei einem Gesamtgewicht von maximal 44 Tonnen, wie auch bisher im regulären LKW-Schwerlastverkehr. „Es geht den Spediteuren in der Hauptsache um den Zugewinn an Transportvolumen, nicht um die Erhöhung der Tonnage. Eine solche kann auch im Interesse der allgemeinen Verkehrssicherheit niemand ernsthaft wollen“, so Lehne weiter. Zudem sei vorgesehen, dass die überlangen LKW sich auf ausgewählten Verkehrsadern zwischen sogenannten „Hubs“ - also in der Hauptsache zwischen Güterumschlagzentren - bewegten.
Auf diese Weise ließen sich angesichts des langfristig weiter ansteigenden Güterverkehrsaufkommens Transporte mit herkömmlichen LKW reduzieren. Das sei gut für die Umwelt, weil umweltschädliche Abgase eingespart würden und schade dem Eisenbahnverkehr nicht. Vielmehr käme es darauf an, die Verkehrsträger LKW, Eisenbahn und Binnenschiff ökologisch sinnvoll miteinander zu vernetzen. Angesichts der Planungszeiträume die Eisenbahnlinien einschließlich ihrer Realisierung und Inbetriebnahme beanspruchten, sei es regelrecht naiv und zeuge von Unkenntnis in der Sache, wenn der Minister äußere, Eiserner Rhein und BETUWE-Linie würden es schon richten. „Herr Minister, die Kunst besteht darin, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen. Es wäre sträflich, aus ideologischer Hartleibigkeit die Erfordernisse des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalens außer Acht zu lassen“, so Lehne abschließend.






